HomelandMedia Inhaber S. Kiefl aus Zwickau: mit einem Vertreterbesuch beginnt es

05.01.2022 – Im September 2020 berichteten wir über Stiev Kiefl und seinen RSV Verlag, Inhaber Stief Kiefl aus 08056 Zwickau/Sachsen.

[Zum Blog-Beitrag vom 28.09.2020 - RSV-Verlag, Inhaber Stiev Kiefl: Vertreterbesuch mit (manchmal) unerfreulichem Ausgang]

Jetzt wurde uns ein neues Standbein des Stiev Kiefl bekannt: eine Firma HomelandMedia aus 08056 Zwickau. Es wird versucht, mit Hilfe von Außendienstlern an Unterschriften unter einem Formular zu gelangen. Und an deren Geld.

Doch nach unserer Rechtsauffassung dürften so ein wirksamer Werbevertrag mit den Betroffenen nicht zustande kommen.


Ein Vertreterbesuch. Eine Unterschrift

Ein Mitarbeiter der Firma HomelandMedia erscheint bei Freiberuflern und Gewerbetreibenden, so wurde uns berichtet. Am Schluss des Gespräches steht die Unterschrift unter einem Formular an. Es soll in diesem Betrag nicht darum gehen, wie man an die Unterschrift der Betroffenen gelangt. Sondern darum, was unterschrieben wird.

Es geht jedenfalls um einen Anzeigeneintrag in einem interaktiven E-Prospekt. Was sich dahinter verbirgt? Das Kleingedruckte im Vertrag schweigt dazu.

Der soll über die Sozial-Media-Kanäle Facebook und Instagramm veröffentlicht werden. Oder auch nicht. Dazu aus dem Kleingedruckten des Auftragformulars:

“Dem Auftragnehmer wird das Recht eingeräumt, andere oder weitere Sozial-Media-Kanäle zu nutzen oder durch neue/andere Kanäle zu ersetzen um die Werbewirksamkeit zu gewährleisten bzw. zu verbessern.“

Zehntausend Einblendungen sollen pro Monat erfolgen. Dafür wird alle sechs Monate zur Kasse gebeten. Ab 829,43 EUR geht es los. Zu zahlen binnen 10 Tagen auf ein Konto der Deutsche Bank PGK Chemnitz. Ab der zweiten Rechnung wird bei vergleichbaren Firmen gerne argumentiert, man hätte mit der Zahlung der ersten Rechnung in jedem Fall das Bestehen eines Vertrages anerkannt.

Darauf, dass diese Werbung für die Kunden der HomelandMedia überhaupt nützlich ist, möchte man sich lieber nicht festlegen. Wieder aus den Auftragsbedingungen:

“Auf die Werbewirksamkeit der vom Auftraggeber bereitgestellten Werbeanzeige, zu dessen verlinkten Inhalte sowie der Ad-Anzeigen kann der Auftragnehmer keine Haftung übernehmen…“

Es kann sogar noch teurer werden, wenn nicht der letzte Satz in den Auftragsbedingungen gestrichen ist:

"Nach Ablauf der Vertragslaufzeit verlängert sich der Anzeigenauftrag jeweils um weitere sechs Monate, wenn dieser nicht spätestens drei Monate vor Vertragsende schriftlich gekündigt wird.“

[Beispiel eines Formulars der Firma Homeland-Media]


Forderungsabwehr ist möglich

Verträge, wie der vorliegende, sind nach unserer Rechtsauffassung angreifbar. Vor allem deshalb, weil kein wirksamer Vertrag zustande kommen wird, wenn die Gegenleistung so dürftig beschrieben ist.

Wenn man eine Rechnung für einen angeblich auf diese Weise der MedialandMedia, Inhaber Stiev Kiefl erteilten Auftrag erhält, ist nach unserer Erfahrung eine frühe Reaktion der sicherste Weg, um sich dagegen wehren zu können. Gerne können Sie uns ansprechen. Am besten mailen Sie uns – unverbindlich – vorab den kompletten Schriftwechsel; wir melden uns dann.





Siehe auch:
[Anzeigenbetrug mit der Kölner Masche]

Neu ist er nicht:
[Seit über 100 Jahren: Inseratenschwindel, damals so wie heute]

Siehe auch:
[Die Abzockerfirmen und ihre Konten]





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