Mit Doppel-Anruf-Masche: die Astreus UG und ihr E-Firmenregister

13.10.2017 – Wieder einmal wurde uns eine neue Firma bekannt, die mit der Doppel-Anruf-Masche, dem Trick mit Spamanrufen und Legenden, auf Kundenfang geht. Die Astreus UG (haftungsbeschränkt) aus 58730 Fröndenberg. Mit ihrem Geschäftsführer, dem 1977 geborenen Thomas Bieber, versucht sie an ein „ja“ Betroffener zu gelangen. Für einen Eintrag in dem privaten Internetverzeichnis e-firmenregister.de.

Für das dann viel Geld verlangt, aber wenig an Gegenleistung geboten wird.

Der OBV Online Business Verlag aus Zürich – doch die Spur führt weiter

11.10.2017 – Es nimmt kein Ende mit der Doppel-Anruf-Masche. Wieder ist eine neue Firma aufgetaucht, die mit Spam-Anrufen und Legenden versucht, an das Geld Betroffener zu gelangen. Offiziell aus der Schweizer Stadt Zürich versucht es ein OBV Online Business Verlag. Bei ihm geht es um teure Premiumeinträge auf der privaten Internetseite onlinebusinessverlag.de. Ein Register, das keiner kennt und niemand braucht.

Doch schaut man genauer hin, sieht man, dass die Spur zu einer alten Bekannten aus der Schweiz führt, der E&S Marketing AG. Die auch als E&S Marketing AG Ihr Online Verlag auftritt.

Verlagsagentur Kommunales Marketing verliert Prozess in zwei Instanzen

04.10.2017 – Entgegen dem, was häufig zu hören ist, ziehen etliche Firmen, über die wir in unserem Blog berichten, gegen Betroffene vor Gericht. So auch die Verlagsagentur Kommunales Marketing in 06198 Salzatal OT Salzmünde. Über sie berichteten wir zum ersten Mal im Jahr 2011. Damals endete ein Klageverfahren in Berlin nicht so, wie man es sich bei dieser Firma erhofft hatte.

[Zum Blog-Beitrag vom 26.11.2011 - Verlagsagentur aus Salzmünde: Da stellen mer uns mal janz dumm]

Jahre später gibt es diese Firma immer noch. Jetzt nennt sie sich Verlagsagentur Kommunales Marketing Günther und Müller GbR. Ihre geschäftsführenden Gesellschafter sind Claudia Günther und Torsten Müller. Weiterhin sitzt man in Salzmünde.

Und wieder zog man gegen einen Betroffenen vor Gericht. Doch sowohl am Amtsgericht Zossen (AG Zossen, Urteil vom 24.03.2016 – 3 C 151/15) als auch in der Berufungsinstanz, am Landgericht Potsdam (LG Potsdam, Urteil vom 27.09.2017 – 7 S 94/16), verlor man. Es stände nicht zur Überzeugung des Gerichts fest, dass ein wirksamer Vertrag mit ausreichend bestimmtem Inhalt geschlossen worden sei, heißt es im Potsdamer Urteil.

Regio Marketing GmbH – Mit Kölner Masche an teure Verträge

16.09.2017 – Wieder wurde uns ein neuer Firmenname bekannt, unter dem das spezielle Business mit der Kölner Masche betrieben wird. Die Firma heißt Regio Marketing GmbH und gibt in ihren Schreiben Anschriften in Frankfurt am Main, Luzern und Wien an.

Mit Telefon und Fax werden Verträge über teure Werbeeinträge geschlossen. Doch was erhalten die Betroffenen dafür?

Mit dubiosen Anzeigenverträgen: die RVV Regionaler Verkehrs Verlag GmbH

09.09.2017 – Im gefühlten Quartalsabstand kommen neue Werbeverlage ins Spiel, die teure Anzeigen in Stadtplänen, Landkarten oder ähnlichem verkaufen. Und dafür wenig an Gegenleistung bieten.

Jetzt ist der nächste Namen aufgetaucht: die RVV – Regionaler Verkehrs Verlag GmbH. Offiziell sitzt die RVV mit ihrem Geschäftsführer, dem 1963 geborenen Oliver-Stefan Mottl, in München. Doch Spuren führen nach Kaiserslautern. Wo sich schon etliche andere solcher Stadtplan- und Kartenverlage tummeln.

Neu: Branchenbuchabzocke mittels Facebook - Updates von Blog-Beiträgen im Juli und August 2017

04.09.2017 – Wie oft haben wir es schon geschrieben? 20 Mal. Oder doch schon 50 Mal: in unserem Blog erwähnt zu werden, ist das letzte, was man sich "in der Szene" wünscht.

So tauchte dann ein Ansinnen auf. Der Inhaber einer Werbefirma verlangte, dass wir nicht seinen Namen nennen. Er habe ihn immer vertraulich gehalten, war das Argument. Was würden Nachbarn, Freunde und Bekannte denn denken, wenn sie seinen bürgerlichen Namen bei uns lesen. Im Zusammenhang mit der Werbefirma. Seine bürgerliche Reputation wäre weg.

So etwas aber auch!

Vor Gericht kam er nicht durch. Wir empfehlen in solchen Sachen den einfachsten Weg. Den Ruf durch einen Wechsel ins seriöse Fach wieder herzustellen.


Neu in diesem Sommer: Branchenregisterabzocke mittels Facebook

Aus dem Umkreis um Marc-Aurel Cravide Rodrigues do Giro alias Marc do Giro, über den wir bereits ein Dutzend Mal in unserem Blog berichteten, wurde ein neues Projekt bekannt. Unter dem Firmennamen Social Media und Margentur Portugal, Uni pessoal Lda versucht man mit der Doppel-Anrufmasche aus Portugal an Aufträge für einen Firmeneintrag auf einer Facebook-Seite zu gelangen, die mit dem Domainnamen siesuchenwirfinden.com aufzurufen ist.

Mit 440 Euro werden Betroffene dann zur Kasse gebeten, später droht nach einigen Mahnungen auch ein Inkassobüro aus Deutschland mit Ungemach.

Das Neue an siesuchenwirfinden ist, dass jetzt auch Facebook in das spezielle Geschäftsmodell mit sogenannten Firmenregistern hinein gezogen wird.


In zwei Monaten: 16 neue Beiträge und Ergänzungen

Auch in den Sommerferien gab es keine Pause in unserem Blog: im Juli und August 2017 wurden sechs neue Beiträge verfasst und zehn durch Updates aktualisiert:

Zweifelhafte Anzeigenverträge: die Kartoprint GmbH und ihre Informationskarten

31.08.2017 – Immer wieder gibt es gewisse Geschäftsleute der besonderen Art, die sich auf Stadt- und Landkarten spezialisiert haben, die durch Werbeanzeigen finanziert werden. Regelmäßig berichten wir in unserem Blog über Werbefirmen, die von Gewerbetreibenden und Freiberuflern Unterschriften unter Auftragsformularen ergattern. Dann für teures Geld Anzeigen auf sogenannten „Kreiskarten“, „Umgebungskarten“ oder ähnlichem drucken.

Offiziell aus 88239 Wangen im Allgäu mischt die Firma Kartoprint GmbH mit ihrem Geschäftsführer, dem 1969 geborenen, in Lichtenstein lebenden deutschen Staatsangehörigen Frank Wetterauer, geb. Ruhfus-Hartmann mit. Ihr Geschäftsmodell sind sogenannte „Städte-/Kreisinformationskarten“. Oder das, was sie darunter versteht.

Viel Geld sollen Betroffene ihres Geschäftsmodells zahlen, wünscht sich die Kartoprint GmbH. Für eine sehr überschaubare Gegenleistung. Doch so, wie es die Kartoprint versucht, kommen keine wirksamen Verträge zustande.

Die Abzockerszene und ihr Inkasso – was dürfen Inkasssobüros?

02.08.2017 mit Aktualisierung vom 27.08.2017 – Rund 750 aktive und zugelassene Inkassounternehmen gibt es in Deutschland. Ihr Geschäftsmodell ist das gewerbsmäßige Einziehen fremder Forderungen. Ihr Mittel der Wahl: das Erzeugen von Ängsten im Kopfkino der Betroffenen. Weil den meisten nicht bekannt ist, was Inkassounternehmen eigentlich dürfen. Dabei ist die Antwort recht trivial. So gut wie nichts. Um einen einst von Mao Tse-tung in die Welt gesetzten Begriff zu gebrauchen: sie sind Papiertiger.

Einige dieser Inkassodienstleister fallen uns immer wieder besonders auf: als Geldeintreiber von Firmen, deren Geschäftsmodell so speziell ist, dass wir darüber in unserem Blog berichten. Dazu gehören:

Pseudo-Rumäne mit Kölner Masche: Wera Medienservice SRL zockt ab

21.07.2017 - Das ganz besondere Geschäft mit der „Kölner Masche“ boomt. Aus der im rumänischen Siebenbürgen, Transsilvanien heißt es in Rumänien, gelegenen Kleinstadt Medias ist schon wieder ein neuer Name aufgetaucht: die Wera Medienservice SRL.

Auch ihr Ziel ist es, von Gewerbetreibenden und Freiberuflern eine Unterschrift unter einem Formular zu ergattern. Damit sollen die sich verpflichten, Geld für eine Anzeige in einem „Bürger-Info“ zu zahlen. Viel Geld. Und auch bei der Wera Medienservice SRL gibt es, nach Art solcher Firmen, wenig an Gegenleistung.

Marktplatz-Deutschland.de GmbH verliert Prozess

10.07.2017 – Aus dem Baden-Württembergischen Ort 71144 Steinenbronn versucht eine Marktplatz-Deutschland.de GmbH mit ihrem aktuellem Geschäftsführer, dem 1952 geborenen Andreas Calov und dem 1980 geborenen Prokuristen Oliver Calov, an Unterschriften auf einem Vertragsformular zu kommen. Und danach – sonst gäbe es keinen Grund für einen Bericht in unserem Blog – an das Geld der Betroffenen. Für eine Eintragung eines Gewerbebetriebes oder Freiberuflers auf einer der Marktplatz-Deutschland.de-Seiten.

Doch das Berliner Amtsgericht Lichtenberg (AG Lichtenberg, Urteil vom 28.06.2017 – 7 C 203/16) entschied, dass die Marktplatz-Deutschland.de GmbH mit ihrem Formular keine Ansprüche geltend machen kann. Es sei mehrdeutig und unklar.